Mögliche Ursachen
- Androgenetische Alopezie – eine erbliche Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber dem Hormon DHT; bei Männern Geheimratsecken und Hinterkopf, bei Frauen Ausdünnung am Oberkopf.
- Telogenes Effluvium – 2–3 Monate nach Stress, Krankheit, Geburt oder starkem Gewichtsverlust fallen auf einmal deutlich mehr Haare aus.
- Eisenmangel – ein niedriges Ferritin ist vor allem bei Frauen eine häufige Ursache.
- Schilddrüse – sowohl eine Unter- als auch eine Überfunktion können die Haare schwächen.
- Hormone – Absetzen der Pille, polyzystisches Ovarialsyndrom, Perimenopause.
- Mangel an Eiweiß und Nährstoffen – bei eingeschränkter Zufuhr haben die Haare für den Körper eine geringere Priorität.
Was Sie abklären sollten
- Ferritin, Eisen und Blutbild – die Basisuntersuchung bei Haarausfall.
- TSH und Anti-TPO-Antikörper – zur Beurteilung der Schilddrüse.
- Vitamin D und Zink – ein Mangel wird mit einer schlechteren Haarqualität in Verbindung gebracht.
- Bei Frauen Testosteron, DHEA-S und SHBG – wenn Sie zusätzlich Akne, einen unregelmäßigen Zyklus oder vermehrte Körperbehaarung haben.
Was hilft
- Ausreichend Eiweiß – zu jeder Mahlzeit, denn Haare bestehen aus Keratin.
- Mängel beheben – Eisen, Vitamin D oder Zink gezielt nach den Laborwerten ergänzen.
- Schonende Pflege – weniger Hitze, weniger straffe Frisuren und aggressive Behandlungen.
- Stressbewältigung und Schlaf – beim telogenen Effluvium erholen sich die Haare meist, sobald der Auslöser abgeklungen ist.
- Frühzeitig zur Dermatologie – für erblich bedingtes Ausdünnen gibt es wirksame Behandlungen, die am besten wirken, wenn sie früh beginnen.
Wann zum Arzt
Suchen Sie eine Dermatologin oder einen Dermatologen auf, wenn die Haare kreisrund ausfallen, die Kopfhaut gerötet, juckend oder schuppig ist, der Haarausfall länger als sechs Monate anhält oder von Müdigkeit, einem unregelmäßigen Zyklus, Akne oder übermäßiger Körperbehaarung begleitet wird.