Wissenschaftlich fundiert

Migräne — wenn der Kopf sagt: Es reicht

Migräne ist nicht einfach Kopfschmerz. Sie ist ein neurologisches Ereignis mit einer Biologie, die die Wissenschaft erst seit Kurzem versteht — und mit Stellschrauben, über die die meisten Ärzte nicht sprechen.

MBMichal Bajus 2 Min. Lesezeit Aktualisiert Buch · Kapitel 14

Die WHO zählt Migräne zu den 10 häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit weltweit. Frauen sind 3-mal häufiger betroffen als Männer (Hormone sind ein Schlüsselfaktor). Und dennoch fließen unvergleichlich weniger Forschungsgelder in die Migräne als in Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

So lesen Sie die Zahlen: Fakt = eine Erkenntnis aus Forschung oder Biologie · Begriff = ein Schlüsselbegriff oder Marker, den man kennen sollte

Was bei einer Migräne passiert

Migräne beginnt im Gehirn — nicht im Kopf. Auslöser (Stress, Schlafmangel, Hormone, Ernährung, Licht) aktivieren den Trigeminusnerv, der entzündliche Neuropeptide freisetzt, darunter CGRP. Diese erweitern die Blutgefäße rund um das Gehirn und verursachen pulsierende Schmerzen, Übelkeit sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit.

Ein interessantes Paradox

Migräne wird typischerweise nicht während des Stresses ausgelöst — sondern in den ersten 6 Stunden danach, wenn das Cortisol plötzlich abfällt. Deshalb ist die Migräne am Samstagmorgen oder am ersten Urlaubstag ein biologisch vorhersehbares Phänomen.

Magnesium und Migräne

Die Hälfte der Migränepatienten hat messbar niedrigere Magnesiumspiegel. Sowohl europäische als auch amerikanische neurologische Fachgesellschaften führen Magnesium in ihren Präventionsleitlinien. Dosierung: 400–600 mg Magnesiumglycinat vor dem Schlafengehen, mindestens 3 Monate lang.

Auslöser und das Eliminationsprotokoll

Die systematische Identifikation der Auslöser (per Tagebuch-App oder auf Papier) und ihre 6-wöchige Elimination senkt die Anfallshäufigkeit bei den meisten Migränepatienten um 30–50 %. Die häufigsten Auslöser: Dehydrierung, gestörter Schlaf, Alkohol (vor allem Rotwein), fermentierte Lebensmittel (Tyramin), hormonelle Schwankungen.

Quellen

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Studien, Übersichtsarbeiten und Empfehlungen, auf denen dieser Artikel beruht.

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    Migraine and other headache disorders World Health Organization · 2025 Offizielle Quelle
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  5. 5
  6. 6
    What turns on a migraine? A systematic review of migraine precipitating factors Current Pain and Headache Reports · 2014 Übersichtsarbeit

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AutorMichal Bajus

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Aus dem Buch NAVRHNUTÝ · Kapitel 14

Migräne

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