Was der Wert bedeutet
Triglyceride sind die wichtigste Speicherform von Fett und werden im Blut von Lipoproteinen transportiert. Labore geben meist eine Obergrenze um 1,7 mmol/l an, manche etwas höher. Aus Sicht der Prävention ist ein niedrigerer Wert jedoch meist günstiger – erhöhte Triglyceride gehen oft mit Insulinresistenz, einer höheren Zahl von Risikopartikeln (ApoB) und Fettleber einher. Nach dem Essen sind die Werte natürlicherweise höher, daher sollten Sie Messungen unter gleichen Bedingungen vergleichen.
Mögliche Ursachen
- Alkohol – schon regelmäßige kleinere Mengen erhöhen die Triglyceride deutlich.
- Zucker und raffinierte Kohlenhydrate – gesüßte Getränke, Süßigkeiten, Weißbrot; besonders Fruktose wird in der Leber zu Fett umgebaut.
- Insulinresistenz – Bauchfett, wenig Bewegung; oft zusammen mit höherem Blutzucker und Insulin.
- Nicht nüchterne Blutabnahme – ein fettes Abendessen oder Frühstück vor dem Test verfälscht das Ergebnis.
- Schilddrüsenunterfunktion und Nieren – können die Triglyceride erhöhen.
- Manche Medikamente und Genetik – Medikamente besprechen Sie mit Ihrem Arzt, statt sie abzusetzen.
Was Sie tun können
- Alkohol reduzieren – schon eine Pause von einigen Wochen zeigt oft einen klaren Unterschied.
- Gesüßte Getränke weglassen – und Süßigkeiten sowie Weißbrot einschränken.
- Zweimal pro Woche Fisch – fetter Seefisch ist eine natürliche Quelle von Omega-3-Fettsäuren.
- Regelmäßige Bewegung – eine Kombination aus Gehen, Ausdauer- und Krafttraining senkt Triglyceride und Insulinresistenz.
- Gewichtsabnahme – schon 5–10 % können die Triglyceride deutlich senken.
- Nüchterne Kontrolle – nach 2–3 Monaten, zusammen mit Glukose, Insulin und HbA1c.
Wann zum Arzt
Besprechen Sie das Ergebnis mit Ihrem Arzt, wenn die Triglyceride wiederholt erhöht sind, besonders zusammen mit höherem Blutzucker, LDL oder ApoB, oder wenn Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Familie vorkommen. Suchen Sie zeitnah ärztliche Hilfe bei sehr hohen Werten (in der Größenordnung ab 10 mmol/l, wo das Risiko einer Bauchspeicheldrüsenentzündung steigt) oder starken Bauchschmerzen.